Chin. Zwergwachtel
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Der graue Zebrafink
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- Erstellt am Donnerstag, 12. Januar 2012 14:56
- Zuletzt aktualisiert am Samstag, 28. April 2012 14:20
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Kurzbeschreibung:
Scheitel, Nacken und Rücken einschließlich der Flügel sind rein schiefergrau. Schwarze Federsäume auf dem Scheitel und leichte hellgraue (auf keinen Fall bräunliche!) Säume des Flügelgroßgefieders sind normal. Die Kehlzeichnung muss tiefschwarz sein, Wangenflecke und Flankenbänder sind rostbraun bzw. rostrot. Die Unterseite des Hahnes ist weiß oder auch leicht cremegelblich überhaucht, die Henne ist beige bis hellgrau. Der Henne fehlen Wangenflecke, Flankenbänder, Kehlzeichnung und Brustband (bei schlechtgezeichneten Hennen tritt gelegentlich ein Brustband auf, welches jedoch meist recht dünn ist.)
Der graue Zebrafink entspricht in seiner Färbung der wildlebenden Stammform und vertritt somit den Wildtyp. Dennoch trifft die Bezeichnung wildfarben nicht 100%ig mehr auf ihn zu! Die korrekte Bezeichnung ist grau!
Es ist sehr bemerkenswert, das der graue Zebrafink trotz der zahlreichen Farbvarianten zum beliebtesten Farbschlag zählt und die größte Zahl an gehaltenen Tieren einnimmt. Fast jeder Halter von Zebrafinken fing mit Grauen an, eh er sich bei seiner Zuchtauswahl auf andere Farbschläge konzentrierte oder sich ganz der Auslesezucht des Grauen hingab.
Als Wildtyp komm
t den Grauen natürlich eine zentrale Bedeutung bei der Zebrafinkengenetik zu. Der Erbmechanismus anderer Farbschläge kann zum Beispiel als dominant, rezessiv oder geschlechtsgebunden identifiziert und beschrieben werden, wenn Kreuzungen mit dem Wildtyp ausgewertet werden. Graue haben, solange nur die an der Farbgebung beteiligten Gene betrachtet werden, das komplette, natürliche Erbgut. Deshalb sind aus einer Verpaarung von zwei reinerbigen grauen immer nur Graue zu erwarten. Aus Abweichungen kann unmittelbar auf Spalterbigkeiten geschlossen werden. So kann ein Grauer für alle rezessiven Mutationen Träger sein, Hähne obendrein auch für alle geschlechtsgebundenen Anlagen. Eindeutige identifizierte Spalterbigkeiten müssen notiert werden, da ein Graue rein äußerlich nicht auf eine Spalterbigkeit schließen lässt. Ausnahme bildet hier Grau/Schwarzbrust. Diese Grauen wirken kompakter und stärker Gezeichnet, längliche Flackung der Flankenbänder und schwächerer Tränenstrich, sind ein untrügliches Merkmal für diese Vögel.
Wegen ihrer Genetischen Eigenschaften als Wildtyp eignen sich Graue als Zuchtpartner für die Verbesserung einiger Farbschläge, wie zum Beispiel bei den Farben Braun, Silber, Weißbrust, Schwarzbrust und der Mutation Haube. Dies hat natürlich nur dann einen Zweck, wenn die verwendeten Grauen selbst in Typ und Größe zufriedenstellend sind. Daher ist eine gute Auslesezucht bei Grauen unumgänglich und neben ihrer Schönheit ein weiteres gutes Argument, sich dieser Zuchtlinie zu widmen.
Das Kernproblem der Grauen ist die Schiefergraue Rückenfarbe ohne Brauntöne. Dieses Problem wurde zwar durch Auslesezucht inzwischen gelöst, jedoch durch unprofessionelle Hobbyzuchten strömen in letzter Zeit wieder unzufriedenstellende Tiere auf den Markt und vermischen sich zum Leidwesen ambitionierter Züchter immer mehr mit dem schönen standardisierten Grauen, wodurch die jahrelange Züchterarbeit zu Nichte gemacht wird.
Aus diesem Grunde schalt seit einiger Zeit ein Aufruf durch Züchterkreisen, sich wieder verstärkt auf eine reinerbige Graulinie zu besinnen, was jedoch durch die zahlreichen Spalterbigkeiten mittlerweile an ein Lotteriespiel erinnert.

Weitere Bilder folgen in Kürze!

